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Der robbe Skyflex 2000  - der Slowflyer der 90er Jahre   ;-)



                                                  Katalogbild                                                           Katalogbild



























Auf den letzten beiden Bilder erkennt man schön den steileren Anstellwinkel des Modells durch das neue Fahrwerk. Das hat zwei entscheidende Vorteile: zum einen hebt das Modell bei einem Bodenstart viel schneller ab. Durch den Druck des neuen Motors und den großen Anstellwinkel des Segels verkürzt sich die Startstrecke auf etwa 2 bis 3 Meter! Der zweite Vorteil ist das Landeverhalten. Der Skyflex kommt immer zuerst mit dem Bugrad auf. Das ist eigentlich der Horror für jeden Piloten, aber hier ist es ein Segen. Das Modell ist damit großzügig gefedert (siehe Bild rechts) und rollt sicher bis zum Stillstand.

Leider habe ich keine Bilder der "Endversion", die ich dann irgendwann mal bei eBay verkauft habe. Bei diesem weiteren Umbau hatte ich die Hinterräder mittels eines zweiten Servos angelenkt. Somit war ein Landen, Wenden und ein erneuter Start kinderleicht. Die Räder waren dann auch verkleidet, was natürlich immer professioneller aussieht.
Aber ich bin froh, dass ich wenigstens diese Bilder hier habe, für deren Qualität ich mich noch entschuldigen möchte. Sie stammen aus einem Video und sind daher, na sagen wir mal "mittelmäßig".

Falls ihr noch Fragen habt, zu diesem Umbau, dann könnt ihr mir einfach eine Mail an info@cull.de senden. Ich hoffe, ich kann dann weiter helfen. Der Umbau liegt ja schließlich schon über 12 Jahre zurück  =8-o

Und zum Abschluss hier noch ein Video aus dem Jahr 1994
von dem originalen Skyflex V meines Kumpels Othmar:



 





Der robbe Skyflex war zu seiner Markteinführung revolutionär und in seiner Art ziemlich einzigartig.
Das Modell wurde komplett mit 2-Kanal-Fernsteurung geliefert, war nahezu flugfertig, und mit seinen zwei Kanälen kinderleicht zu fliegen
Doch schon auf den Katalogbildern konnte man die ersten Mängel entdecken: die viel zu kleinen Räder und der genauso kleine Radstand.


Auf dem Bild hier links sieht man den Originalaufbau des Skyflex 2000.
Der 600er Elektromotor treibt mittels Zahnriemen die Propellerwelle an. Durch unterschiedlich große Zahnriemenräder ändert sich auch die Drehzahl. Der mächtige Propeller macht im Übrigen einen Lärm wie ein Verbrenner.  Rein akustisch steht einem Umbau auf 2-Takter schon mal nichts im Wege.



Hier noch mal im Detail die winzigen Räder, die sich in den Verkleidungen meist noch verklemmen.
Besonders das Bugrad stellt hier das Problem dar. Bei fast jeder Landung kippt der Skyflex nach vorne, die "Geiernase" gräbt sich in den Boden und das Segel schlägt samt Gestell ungebremst mit markerschütterndem Geräusch im Terrain ein. Alles andere als Material schonend!



Hier das gute Stück nach dem Umbau auf Verbrennermotor und mit stark modifiziertem Fahrwerk.

Der Umbau des Skyflex gestaltet sich eigentlich relativ einfach.
Grund: man braucht nicht auf das Gewicht zu achten!
So ein 1 Meter 80 Segel schleppt schon mal was weg. Und wenn man die guten alten 7-Zeller und den 600er Motor rechnet, die ja nun mal wegfallen, kann man für die neue Motorhalterung auch schon mal robusten Stahl verwenden
 ;-)
Die hintere Grundplatte, die hier zu sehen ist, habe ich aus Sperrholz gesägt. Sie verbindet die Fahrwerkskonstruktion mit dem Modell.





Den Platz des Akkus (links) nimmt nun der Benzintank ein (rechts).
In der Nase findet der Empfänger und der Akku Platz. Durch das neue Frontrad liegen sie hier sehr sicher.






Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr welchen Typ Verbrenner ich genau verbaut habe. Es war jedenfalls ein robbe Enja-2-Takter. Ich glaube mit 4,5ccm, aber genau............   =8-o
Na jedenfalls habe ich den auf einen handelsüblichen Motorträger geschraubt und diesen wiederum schräg an den besagten, aus Stahlblech gebogenen Halter geschraubt.
Wichtig ist dabei, dass man den originalen Winkel des Propellers erwischt. Sonst werden die Flugeigenschaften ziemlich unberechenbar!
Das Starten des Motors ist dann übrigens genau so umständlich wie bei der originalen V-Version. Man hantiert schließlich immer unter dem Segel rum!




Durch den Wegfall des Antriebsriemens im Inneren hat man jetzt auch genügend Platz, um ein Servo für die Gassteuerung ein zu bauen. Ist ja immerhin nicht ganz unwichtig. Ich habe dazu eine Servo-Universalhalterung von "C" genommen, an der Wand festgeschraubt (auf dem Bild sieht man die vier Schrauben) und
den Servohebel nach außen geführt.



Hier noch ein ganz wichtiges Detail, damit der Apparat überhaupt fliegt:
die Symmetrie der Gestänge muss auf alle Fälle eingehalten werden. Also vor dem Zerlegen genau messen und die Stellen für die Aufnahmen markieren!

Hier sieht man schön die Konstruktion der Hinterachse. Ein Aluwinkel (grün) verbindet die Stahlachse der Räder mit dem Unterteil (rot). Gleichzeitig nimmt er an den Enden die Anlenkungen für die Gestänge auf.
Die Räder werden mittels Stellringen auf der Achse fixiert. Somit kann man den Radstand frei wählen. Je breiter desto kippsicherer.

Detail: die Messingröhrchen am Auspuff leiten ich die öligen Abgase vom Modell nach hinten weg!




Zum Schluss noch die
Bugrad-Konstruktion:
Die zwei langen Stahldrähte sind etwa Mitte des Rumpfes an der Sperrholzplatte befestigt. Dadurch können sie schön federn und nehmen jeden noch so harten Bodenkontakt gelassen auf. Das Modell rollt immer nach vorne weg. Ein Eingraben der Nase wie beim Original gibt es nicht!